Bitte überprüfen Sie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Meningokokken

Vor wenigen Tagen kam es im Kreis Esslingen zu einem tödlichen Verlauf einer Meningokokken-Sepsis – und dies, obwohl die Erkrankung im Winter häufiger auftritt. Eine prophylakische Antibiotka-Behandlung ist nur für die direkten Kontaktpersonen empfohlen. Allerdings sollten alle Eltern den Impfschutz ihrer Kinder kontrollieren bzw. vervollständigen.

Meningokokken der Gruppe B

Seit vielen Jahren gehört die gut verträgliche Impfung gegen Meningokokken der Gruppe C zu den Standardimpfungen.

Inzwischen gibt es auch einen Impfstoff gegen Meningokokken der Gruppe B. In Deutschland werden etwa 30% der Meningokokken-Erkrankungen durch Meningokokken der Gruppe C verursacht. Etwa 70% der Erkrankungen durch Meningokokken werden durch Erreger der Gruppe B verursacht.

Zwei schwere Verlaufsformen von Meningokokken-Erkrankungen sind bekannt:

Eine davon ist die „Meningitis“, also die Hirnhautentzündung, die bleibende Schäden am Gehirn hinterlassen kann.

Die andere ist die „Sepsis“, die bei diesen Erregern außergewöhnlich rasant und lebensbedrohlich verlaufen kann.

Auch wenn die STIKO (Ständige Impfkommission) noch keine generelle Empfehlung zu dieser Impfung veröffentlicht hat, sollten Sie die Impfung gegen Meningokokken der Gruppe B in Erwägung ziehen.